"There is a crack in everything - that's how the light gets in"
- verflochten
- vor 2 Stunden
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Mit diesem Liedtext von Leonhard Cohen, bekommt das Ende meiner vierjährigen Trauergruppe ein neues Gesicht. Es gibt kein Leben ohne Schmerz und wir müssen lernen damit umzugehen.
Es ist wichtig und gut, sich der eigenen Trauer zu stellen und diesen Bruch geduldig wie bei der Kintsugikunst hinzunehmen. Es benötigt die Ruhephasen damit der Verlust heilen kann.
Wir haben viel miteinander geteilt. Die Trauerphasen kennnengelernt, miteinander gelacht und geweint, geflochten und uns kreativ beschäftigt. Wir haben unser Leben miteinander geteilt und erfahren, das andere ganz anders mit ihrer Trauer umgehen. Und das ist in Ordnung! So vielseitig wie die Trauerbewältigung ist, ist sie doch auch ganz individuell!
Die Trauer ist nicht weg, sie wird bleiben, aber sie hat sich verändert und ihr habt gelernt euch neu und anders zu entdecken. Ihr habt erfahren, dass es trotz des Verlustes, trotz dem Bruch, etwas anderes neues und Schönes entstehen kann. Deshalb zum Abschluß dieses Lied von Leonhard Cohen
Und dazu ein Link mit der Philosophie der Kintsugikunst
Ein Perspektivwechsel kann helfen
Kintsugi ist eine lebensverändernde Metapher für unser Leben, und wenn es uns gelingt diese auf unser Leben zu übertragen und zu verinnerlichen, kann sie eine große Hilfe für unser weiteres Leben sein.
Es benötigt Zeit für unsere Trauer. Und diese Zeit haben wir uns in den letzten vier Jahren genommen. Nun ist es an der Zeit eigene Wege zu gehen. Brüche müssen kein Ende sein. Sie sind eine Lebenserfahrung die in einem größeren Zusammenhang zu verstehen sind. Das ist nicht leicht und bedarf meiner eigenen Kraftanstrengung um sie zu verstehen und zu verinnerlichen und somit in mein Leben zu integrieren.
Mir gefällt die Metapher der Kintsugikunst, das Brüche eine neue Schönheit hervorrufen können! Auch ich musste lernen mit Brüchen umzugehen und bin dankbar für diesen Perspektivwechsel!



