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Meine Angst vor...

Aktualisiert: 24. Mai


Das erste Weihnachten ohne...Dich, Oma, Opa, Papa, Mama, Freund*in, Ehepartner*in...


Das erste Weihnachten ohne den geliebten Menschen!

Sie wissen, dass Sie an diesen Advents,- und Weihnachtsstagen besonders mit dieser schmerzhaften Realität konfrontiert werden. Keine Ablenkung durch die Arbeit und das Treffen mit Freunden. Erinnerungen können verstärkt hoch kommen und die Lücke, die durch den schmerzhaften Verlust entstanden ist wird in diesen Tagen besonders spürbar werden. Das macht Angst! Diese Angst ist verständlich und auch berechtigt.


Ich möchte Sie hier mit diesen Zeilen ermutigen, wenn es Ihnen möglich ist, stellen Sie sich Ihrer Angst. Diese Angst möchte Ihnen etwas mitteilen. Etwas, das zutiefst zu Ihnen gehört und Sie schützen möchte. Angst mag vielleicht durch die Ritzen kriechen, sie kann sogar den Atem verflachen, aber sie schützt uns auch vor Gefahren und möchte verhindern, das Schlimmeres passiert.


So gesehen ist Angst sogar sehr sinnvoll und nützlich! Angst kann Berge versetzen - so wurden Deiche errichtet, um die Menschen auf dem Land vor dem Meer zu schützen, Krankenhäuser wurden gebaut um Menschen in ihrer Krankheit Schutz zu bieten. Zwei Beispiele von Vielen.

Die Angst erzeugt Angst vor der Schutzlosigkeit und wird aggressiv, damit aktiv, ja sogar sinnvoll produktiv! Und genau hierauf möchte ich Sie liebe*r Leser*in aufmerksam machen, wovor die Angst sie schützen möchte.



"Diese Angst möchte Sie davor schützen, dass Sie sich vom wirklichen Leben zurückziehen

und schlimmstenfalls aus der Verbundenheit mit sich selbst und ihrer Umwelt herausfallen."


Wenn es Ihnen möglich ist, stellen Sie sich Ihrer Angst. Schenken Sie ihr Ihre Aufmerksamkeit und gehen aktiv mit ihr um. Je mehr Sie die Angst wahrnehmen und ihr liebevoll begegnen muß sie aus ihrem Versteck heraus, bevor sie sich behaglich einrichten möchte und ungestört wachsen kann. Denn vor der Liebe fürchtet sich die Angst.


Trauen Sie sich zu trauern, muten Sie sich den Menschen um sich herum zu, lassen Sie sich Zeit mit Ihrem Verlust leben zu lernen, lassen Sie Ihren Tränen freien Lauf - wo auch immer Sie sind. Geben Sie sich so, wie Ihnen danach zumute ist. Und wenn es Ihnen gut tut alleine zu sein, dann nehmen Sie sich die Zeit dafür.


Sollten Sie hier aber keine Menschen und Orte finden ihre Trauer leben zu können, dann lade ich Sie herzlich dazu ein mit mir Kontakt aufzunehmen. Ich begleite Sie gerne auf Ihrem ganz persönlichem Trauerweg. Scheuen Sie sich nicht Ihrer Trauer zu begegnen. Versuchen Sie die Angst als Ihren persönlichen Begleiter zu sehen, welche Ihnen die Möglichkeit gibt sich selbst zu schützen. Alles was sie selbst aktiv angehen, soweit Sie die Kraft dazu haben, löst die "Angst vor der Angst". Denn das ist es, was die Angst Ihnen mitteilen möchte.

Achten Sie auf ihre Bedürfnisse, nehmen Sie sich Zeit wahrzunehmen was sich in Ihnen regt und was gesehen werden möchte. Jede Vermeidung der Angst, kann ihr noch mehr Raum und die Möglichkeit geben sich breit zu machen. Verwandeln Sie die Angst in LICHT und LEBEN!

Zeigen Sie Ihrer Angst, dass Sie Mut und Vertrauen in das Leben besitzen, auch um sich Hilfe zu holen. Behutsam gehe ich mit ihnen den Weg durch Ihre Trauer, gerade auch durch den Advent, durch Weihnachten und darüber hinaus.

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