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Das Vergangene - das Kommende

Aktualisiert: 24. Mai

und

wir im Hier und Jetzt mitten drin

Dieser Brunnen steht auf dem Wiener Zentralfriedhof. Das Wasser fließt durch drei Schalen einer Lemniskate, einer liegenden Acht, die das Symbol der Unendlichkeit darstellt. Der rythmisch pulsierende Wasserstrom gibt die ständige Bewegung alles Lebendigen wider.


In ein paar Tagen blicken wir auf das Jahr 2021 zurück und das kommende Jahr 2022 liegt vor uns.

Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft!

Wir sind eingebettet in einen ewigen Kreislauf - in die Unendlichkeit des Lebens! Auch wenn wir selbst nur ein Teil dieser Unendlichkeit sind, so gehören wir ihr doch an.


Ich blicke zurück auf ein Jahr voller schöner Erlebnisse, Erfahrungen, Freud und Leid im eigenen persönlichen Leben, aber auch im großen Weltgeschehen. Und ich muß sagen, dass mich neben aller Freude und Dankbarkeit, auch immer wieder einmal eine Traurigkeit einholt über all das, was in meinem und dem Leben der Menschen um mich herum, nicht so verläuft wie es sich jede*r wünscht. Ein Leben ohne Leid und Schmerz, ohne Tod, ohne Oben und Unten, ohne Krieg und Flucht, Macht und Ohnmacht...und endlich auch ohne Corona.

Wir sind immer wieder herausgefordert uns dem Leben mit all seinen Widrigkeiten zu stellen.


Als ich vor ein paar Jahren vor diesem Brunnen auf dem Zentralfriedhof stand und ich mich in dieses Bild der liegenden Acht hineinnehmen haben lasse, wirkte sich das sehr beruhigend auf mich aus und ich spürte einen tiefen Frieden in mir. Das Leben - es ist wirklich unendlich.

Mein Leben empfinde ich als einen Teil des großen Ganzen in diesem Weltgeschehen. Warum mich das dann beim Anblick dieser fließenden Acht so beruhigt hat kann ich gar nicht richtig sagen...aber es hat sich gut angefühlt. Auch ich entdecke bei mir hin und wieder Angst vor Leid und Schmerz, oder das der Verlust von mir lieben Menschen mich auch traurig macht. Hier holt mich meine eigene Verwundbarkeit immer wieder ein. Das ist nicht immer schön, aber es zeigt mir meine Lebendigkeit. Und es tut mir gut zu wissen, daß ich hier eingebettet bin in diese Unendlichkeit des Lebens und das Leben trotzdem weitergeht, auch wenn widrige Umstände "den Fluss des Lebens" manchmal erschweren mögen.

Mein Leben geht weiter in meinen Kindern, in meinen Enkeln, in alldem, was ich Gutes bewirkt habe in meinem Leben, in Pflanzen die ich gepflanzt und Ideen die ich weitergegeben habe, da wo ich Menschen etwas positives weitergeben konnte. Das tröstet mich sehr und lässt mich mit Freude in die Zukunft schauen, daß neben all den negativen Nachrichten, die ich tag-täglich höre, auch Gutes weitergehen wird. Das eine nachkommende Generation sich festmachen kann an Lebens und Glaubenssätzen ihrer Vorfahren. Ich erlebe mich im Fluss dieser liegenden Acht, der Menschen die vor mir gelebt haben, in meinem Leben, aber auch in den Menschen die nach mir kommen werden,- eingebettet in der Unendlichkeit des Lebens.


Dieses Vertrauen in den "Fluss des Lebens"wünsche ich auch Ihnen liebe*r Leser*in für das Jahr 2022. Ich wünsche Ihnen Vertrauen in sich und all das Gute in Ihnen. In all dem, was zum Leben kommen möchte. Ich wünsche Ihnen einen guten Übergang in ein neues Jahr und immer wiederkehrendes Vertrauen in die Unendlichkeit des Lebens, welches Sie auch durch das Jahr 2022 tragen wird.

Vielen Dank auch für das Vertrauen das Sie mir entgegen gebracht haben!







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