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Das ist die große Herausforderung eines jeden von uns… das innere Gleichgewicht herzustellen.

Aktualisiert: 24. Mai

Eine alte Indianerweisheit


Das innere Gleichgewicht wieder herstellen.


In diesen Tagen beschleichen mich die unterschiedlichsten Gedanken und Gefühle. Von Ohnmacht, Angst zu Hass über Hoffnung auf Friede und Liebe.

Vielleicht geht es euch auch so?


Wie gehe ich um mit all den unterschiedlichen Gedanken und Gefühlen? Gedanken und Gefühle die mich erschrecken…

Ich glaube, dass sie völlig normal sind in solchen Situationen, in Situationen, wie wir sie alle gerade erleben.


Als wir uns am vergangenen Sonntag zum ersten mal zum Gebet trafen, habe ich mich schon gefragt, was wird dieses Gebet bringen für die Menschen in der Ukraine? Ich glaube nicht daran, das eine göttliche Macht von oben herab kommt und alles wieder in Ordnung bringen wird. Schön wäre es…

Nein, es wird an der Situation erst einmal nichts ändern.

Aber es kann erst einmal etwas in mir verändern.

Ich komme zur Ruhe, ich kann meine Gedanken und Gefühle sortieren, ich komme mit mir und meinem g*ttlichen Urgrund in Kontakt und werde dadurch ruhiger. Ja es kann auch wieder etwas innerer Friede einkehren und mich ruhig werden lassen, - so meine Erfahrung. Und nicht zuletzt zeige ich Solidarität, teile meine Zeit, durch Gedanken und Gebet mit den Nöten dieser Menschen. Und wenn ich mich verändere, verändert sich die Welt.


Ich bin in diesen Tagen auf eine alte Indianerweisheit mit zwei Wölfen gestoßen, die ein Bild sein kann für die Dunkle und Helle Seite in uns. Wie gehe ich mit diesen unterschiedlichen Seiten in mir um? Ich sehe sie, nehme sie an und versuch Beiden gerecht zu werden.


Das wünsche ich euch auch!

Egal was es ist, was euch zu eurer inneren Balance führt. Nehmt euch Zeit dafür in diesen Tagen und lasst nicht zu, dass einer der beiden Wölfe, so wie in der alten Indianerweisheit beschrieben, die Oberhand gewinnt.


Das innere Gleichgewicht wieder herstellen.

Eine alte Indianerweisheit

Schweigend saß der Cherokee Großvater mit seinem Enkel am Lagerfeuer und schaute nachdenklich in die Flammen. Die Bäume um sie herum warfen schaurige Schatten, das Feuer knackte und die Flammen loderten in den Himmel. Nach einer einer gewissen Zeit meinte der Großvater: „Flammenlicht und die Dunkelheit, wie die zwei Wölfe die in unseren Herzen wohnen“. Fragend schaute ihn der Enkel an. Daraufhin begann der alte Cherokee seinem Enkel eine sehr alte Stammesgeschichte von einen weißen und einem schwarzen Wolf zu erzählen. 

„In jedem von uns lebt ein weißer und ein schwarzer Wolf. Der weiße Wolf verkörpert alles was gut, der Schwarze, alles was schlecht in uns ist. Der weiße Wolf lebt von Gerechtigkeit und Frieden, der Schwarze von Wut, Angst und Hass. Zwischen beiden Wölfen findet ein ewiger Kampf statt, denn der schwarze Wolf ist böse – er steht für das Negative in uns wie Zorn, Neid, Trauer, Angst, Gier, Arroganz, Selbstmitleid, Schuld, Groll, Minderwertigkeit, Lüge, falscher Stolz und vieles mehr. 

Der andere, der weiße Wolf ist gut – er ist Freude, Friede, Liebe, Hoffnung, Freundlichkeit, Güte, Mitgefühl, Großzügigkeit, Wahrheit und all das Lichte in uns. Dieser Kampf zwischen den beiden findet auch in dir und in jeder anderen Person statt, denn wir haben alle diese beiden Wölfe in uns.“ Der Enkel dachte kurz darüber nach und dann fragte er seinen Großvater,
 „Und welcher Wolf gewinnt?“ Der alte Cherokee antwortete: „Der, den du fütterst.

 Nur bedenke, wenn du nur den weißen Wolf fütterst, wird der Schwarze hinter jeder Ecke lauern, auf dich warten und wenn du abgelenkt oder schwach bist wird er auf dich zuspringen, um die Aufmerksamkeit zu bekommen die er braucht.

 Je weniger Aufmerksamkeit er bekommt, umso stärker wird er den weißen Wolf bekämpfen. Aber wenn du ihn beachtest, ist er glücklich. Damit ist auch der weiße Wolf glücklich und alle beide gewinnen. Das ist die große Herausforderung eines jeden von uns… das innere Gleichgewicht herzustellen. Denn der schwarze Wolf hat auch viele wertvolle Qualitäten – dazu gehören Beharrlichkeit, Mut, Furchtlosigkeit, Willensstärke und großes intutives Gespür, Aspekte, die Du brauchst in Zeiten, wo der weiße Wolf nicht weiter weiß, denn er hat auch seine Schwächen. Du siehst, der weiße Wolf braucht den schwarzen Wolf an seiner Seite. Beide gehören zusammen. Fütterst du nur einen, verhungert der andere und wird unkontrollierbar. Wenn du beide fütterst und pflegst wird es ihnen gut tun und ein Teil von etwas Größerem, das in Harmonie wachsen kann. 

Füttere beide und du musst deine Aufmerksamkeit nicht auf den inneren Kampf verwenden müssen. Und wenn es keinen inneren Kampf gibt, kann man die innere Stimme, der alles wissenden Führer hören, die dir in jeder Situation den richtigen Weg deutet. Frieden, mein Sohn, ist die Mission der Cherokee, ist das Leben. Ein Mann, der den schwarzen und weißen Wolf in Frieden in sich hat, der hat alles. 

Ein Mann, der in seinen inneren Krieg gezogen wird, der hat nichts. Dein Leben wird davon bestimmt, wie du mit deinen gegnerischen Kräften umgehst. Lass nicht den einen oder anderen verhungern, füttere sie beide und beide gewinnen.“ (Autor unbekannt)



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