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1. September Antikriegstag - mein kleiner Beitrag dazu

Diese Welt liegt so friedlich vor Dir

Diese Welt liegt so friedlich vor uns...


"Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, als allein der Geist des Menschen, der in ihm ist? So weiß auch niemand, was in Gott ist, als allein der Geist Gottes." 1. Korinther 2,11

lese ich heute im Te Deum, und lässt mich zur Ruhe kommen und meinen Frieden finden


Manchmal könnte ich verzweifeln in diesen Tagen und Wochen, die so voll sind von schlechten Nachrichten. Und manchmal könnte ich verzweifeln am Menschen selbst.

Diese Lügen und Unwahrheiten die sich beit machen, dieses verunsichert werden, was jetzt wahr ist oder nicht, diese vielen Fake News, die mich Zeit und Geduld kosten, weil ich mich richtig informieren muss ob sie stimmen oder nicht. Dieses diffuse Gefühl von "kann ich mich noch auf etwas verlassen?"


Es macht mich oft traurig, wenn ich Nachrichten höre von so vielen Menschen die wieder getötet wurden. Diese getöteten Menschen erscheinen in Zahlen und werden erwähnt wie eine Nummer.

Nein, ich möchte mich nicht daran gewöhnen, aber ich benötige auch meinen inneren Frieden, um in dieser Zeit nicht zu resignieren. Ich suche die Natur, die mir zeigt wie Frieden aussehen kann, ihre Schönheit, die uns jeden Tag neu geschenkt wird.


Und dann lese ich heute die Bibelstelle über den Geist Gottes im Menschen, der nichts über den anderen Geist im Menschen weiß, noch über den Geist Gottes selbst. Das beruhigt mich, weil mir diese Zeilen sagen, woran ich mich orientieren kann.

Schon damals zur Zeit Jesu gab es Gruppierungen, Menschen die sich teils feindlich, teils überheblich einander begegnen. Auch hier gab es schon Spaltungen, weil alle recht haben wollten, und dabei niemand recht hatte.


Es ist die Geisteshaltung mit der ich jeden neuen Tag beginne kann. Es ist die "Weisheit" Gottes die mir Frieden schenkt und der ich mich anvertraue. Diese Weisheit kann ich nicht machen, ich kann sie mir nur schenken lassen. Gottes Weisheit ist und bleibt ein Geheimnis, und sie wird lebendig in Jesus Christus. In Treue und im Vertrauen jeden Tag diesen Weg neu zu gehen, ist für mich in diesen Zeiten herausfordernd. Aber ich spüre auch gleichzeitig, Trost und inneren Frieden, und dann denke ich mir "ja, das tut mir gut, es ist eine Möglichkeit diesem Unfrieden in dieser Welt zu begegnen". Eine Möglichkeit den Menschen zu begegnen, auch dem Menschen mit dem ich meine Schwierigkeiten habe. Diese Haltung schenkt mir Frieden. Und diesen Frieden trage ich auf meine kleine und bescheidene Weise wieder in diese Welt. Das ist mein Beitrag zum Frieden - jeden Tag neu.


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