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"Tod und Mysterium" Spiritual Care Was brauchst Du, wenn Du Dich vom Leben verabschieden musst?

Aktualisiert: 5. Mai


Sterbende Menschen begleiten
"Tod und Mysterium" Spiritual Care

Eine der wichtigsten Botschaften von Spiritual Care lautet: Was uns allen zu wünschen ist, ist ein nüchterner und gelassener Blick auf die Endlichkeit. Dies erfordert eine ruhige und wiederholte Reflexion über unsere Prioritäten, unsere Wertvorstellungen, unsere Überzeugungen und unsere Hoffnungen, am besten im Dailog (...). Nehmen wir uns hier und jetzt die Zeit dafür." (Borasio 2017)




Vielleicht können wir das, was wir benötigen wenn wir sterben, zum jetztigen Zeitpunkt gar nicht beantworten. Wir wissen zwar, das wir irgendwann sterben müssen, aber sich vorzustellen zu sterben oder auch nicht mehr zu existieren ist uns nicht möglich. Wir können uns vorstellen wie es unseren nahestehenden Menschen gehen wird wenn wir verstorben sind. Aber wir können uns nicht vorstellen wie es uns gehen wird, wenn wir tot sind, geschweige denn was der Tod überhaupt ist. Deshalb spricht Freud davon, dass wir uns im Unterwebusstsein vorstellen unsterblich zu sein.


 Die Geburt und der Tod eines Menschen ist für mich immer ein Mysterium. Es macht mich sprachlos, berührt mich zutiefst und ich habe immer ein ehrfürchtiges Gefühl vor einem großen Geheimnis zu stehen. Bei einer Geburt ist es die Freude über ein neues Lebewesen. Beim Sterben ist es die Trauer um den Verlust eines Menschen.

Aber bei Beidem, ist es ein Geheimnis und übersteigt mein Begreifen.

Dennoch verhilft mir der Tod - zu leben - im hier und jetzt. Immer dann, wenn ich die Erfahrung machen darf dabei sein zu dürfen, wenn jemand wieder über die Schwelle tritt...ist es wie ein..."ich bin noch hier, und Du bist dort". Auch wenn ich nicht weiß, wo das "dort" ist. Ich existiere noch, aber Du existiert nicht mehr. Dein Körper existiert noch, aber in einem anderen Zustand. Dein Geist und alles was Dich ausgemacht hat, ist aber noch anwesend.


Wir wissen nicht wie wir sterben werden und wie das geht, darauf können wir uns nicht vorbereiten, weil es nicht berechenbar ist. Aber wir können uns im Leben immer wieder damit beschäftigen und unseren vielleicht vorhandenen Ängsten Raum verschaffen durch Gespräche und durch das Aussprechen was sich da in mir regt.

Dazu braucht es in einem Hospiz und in den Palliativstationen erfahrene Begleitung im Sinne von Spiritual Care.

Eine Begleitung die in der Lage ist den Menschen und sein Leben, mit all seinen Erfahrungen und Fragen, zu begleiten.


In unserer heutigen Zeit darf Seelsorge in der Gegenwart eines sterbenden Menschen nicht von der Konfession abhängig sein. Leider ist das auch heute noch viel zu oft der Fall. Institutionen wie Hospize und Palliativstationen tun gut daran, wenn sie jemanden für die Seelsorge haben, die versteht was unter Spiritual Care gemeint ist.


Hier der Link zum Thema "Tod und Mysterium" ein sehr interessanter Artikel


Wenn Sie persönlich Fragen haben oder auch eine Begleitung wünschen, dann können Sie gerne Kontakt mit mir aufnehmen.



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