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Was trägt mich?

Aktualisiert: 8. Aug.

Für alle die nach Halt suchen und allen Trauernden, die im Glauben an einen barmherzigen und liebenden G*tt, Trost und Halt finden!

Diese Säule der Krypta in der Michaelskirche in Fulda ist theologisch begründet eine Repräsentation der Beziehung Christi und der Kirche. Viele kleine Steine, als Symbol für das Volk Gottes, vermischt mit dem Putz, dienen der Säule als Halt!

Christus selbst als Fundament, der die Kirche begonnen hat, hier als Mittelsäule in der Krypta zu sehen, direkt darüber in der Oberkirche der Altar und dann die Kuppel, wird sie vollenden. So ist unsere Hoffnung. Und mein Verständnis von Kirche die, alle Menschen als Volk G*ttes, die ihrer Sehnsucht nach Liebe, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit Raum geben.

Die acht Säulen die in der Kirche darüber um den Altar zu sehen sind, stehen als Symbol für die Menschen, die die acht Seligpreisungen der Bergpredigt erfüllen und somit als Stütze der Kirche gelten.

Und die Kreisform versinnbildlicht das ewige Leben.

Hier im Bild sieht man zwei von den acht Säulen, die im Kreis um den Altar angeordnet sind.

Es ist eine wunderschöne Kirche, mit großer Ausstrahlung und einer warmen Atmosphäre die mich sehr berührt hat.

Christus als Fundament das uns trägt und verbindet wenn die Welt bereit ist sich zu öffnen für die acht Seligpreisungen.

I. „Selig sind die Armen im Geiste; denn ihrer ist das Himmelreich.“

II. „Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.“

III. „Selig sind die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.“

V. „Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.“

VI. „Selig sind, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.“

VII. „Selig sind die Friedsamen; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.“

VIII. „Selig sind, die Verfolgung leiden um der Gerechtigkeit willen; denn ihrer ist das Himmelreich.“

Die Seligpreisungen sind sicher nicht die Aussagen die unsere Gesellschaft prägen, ganz zu schweigen davon, sie auch annehmen und leben zu wollen. Dann würde unsere Welt anders aussehen. Wer will schon arm im Geist sein, oder immer sanftmütig und die rechte Wange hinhalten? Ja wer will das schon?

Es ist eine andere Art und Weise das Leben zu sehen und zu leben. Und natürlich spüre ich auch immer wieder einmal, daß der Glaube auch eine große Herausforderung meines Lebens ist. Immer wieder wird mir viel Geduld abverlangt und Glaube und Durchhaltevermögen. Und immer wieder werde ich von Ungeduld, Zweifel und auch der Versuchung aufzugeben heimgesucht. Denn es ist anstrengend und verlangt eine besondere Achtsamkeit diese Seligpreisungen immer wieder neu in mein Leben zu integrieren. Und nicht selten passiert es mir, dass mein Herz von so Vielem um mich herum abgelenkt wird.

Aber ich darf auch immer wieder die Erfahrung machen, daß die eine oder andere Seligpreisung in so mancher Situation mir Trost gibt. Und das durfte ich auch in dieser Michaelskirche erfahren. Die theologischen Gedanken die sich hinter dieser Bauweise verbergen, haben mich sehr inspiriert. Ich bin Teil dieser Stütze wenn ich tröste und mich den Herausforderungen des Lebens stelle. Und wenn ich manchmal an meine Grenzen komme dann tut es mir gut, mich in solch einem Raum wie dieser Kirche einzufinden, den Geruch einzuatmen, zur Ruhe zu kommen, mich einzulassen auf dieses alte Gemäuer und den Menschen die hier waren und ihren Erfahrungen und Gebeten nachzuspüren. Das gibt mir Kraft, Zuversicht und Hoffnung und ich spüre eine Gegenwart der ich vertraue und die mich weitergehen lässt auf meinem Weg.

Es bedarf nicht viel, und doch immer wieder meine Bereitschaft da zu sein, diesem Leben zu trauen mit seinen Herausforderungen, aber auch den Angeboten den Orten die mir Zuflucht, Ruhe und Stille, Hoffnung, Geborgenheit und Trost geben! Und wenn durch die Bauweise dieser schönen Kirche, meinem Gesang eine große Resonanz hervorgerufen wird dann begleiten mich diese Schwingungen hinaus auf meinem weiteren Weg in das Leben.

Dank dem Architekten, dem es gelungen ist die theologischen Ansätze in Stein zu verarbeiten, damit Menschen über Jahrhunderte hinaus hier ihrer eigenen Sehnsucht begegnen können. Denn diese Kirche ist eine der ältesten Kirchen in Deutschland. Erbaut 820 - 822!

Fulda ist schon alleine für diese Michaelskirche eine Reise wert! Aber auch für diese nette Ampel. ;-)))



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