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Warum mich die Sommersonnenwende demütig werden lässt!


Heute am 21. Juni feiern wir die Sommersonnenwende. Der Tag an dem es am längsten hell ist, oder den kalendarischen Sommeranfang.


Ich liebe dies langen Tage, die hellen Nächte, die überbordende Natur, die Ruhe am frühen Morgen und späten Abend, den klangvollen Gesang der Amsel bei uns auf dem Dach und ich spüre meine Verbundenheit zu dieser Natur in diesen Sommertagen am stärksten! Ich bin ein Teil von ihr, ein Teil dieser Erde, dieser immer wiederkehrenden Schöpfung. Ich weiß zwar, daß ich nicht immer wiederkehren werde und ich mich eines Tages aus diesem Leben verabschieden muß. Und ja, das lässt mich auch wehmütig werden. Trotzdem - gleichzeitig beruhigt mich der Gedanke, dass es Menschen vor mir so ergangen ist und Menschen nach mir so ergehen wird und ich an der Natur erlebe, das Leben immer weiter geht in diesem Kreislauf. Und ich fühle mich als ein Teil in diesem Geschehen des Kreislaufs, in dieser Schöpfung. Ich bin so dankbar, Sonnenaufgänge erleben zu dürfen, erwartungsvoll auf den "Supermond" zu warten der hinter dem Wald aufsteigt, den Kreislauf der Natur mit seinen vier Jahreszeiten jedes Jahr neu zu erleben. Ein Samenkorn in die Erde zu legen darauf zu warten bis es als Pflanze aus der Erde spitzt und mich dann an einer Blume oder aber sogar an den Früchten einer Tomatenpflanze zu erfreuen. Meine Kinder zu erleben, wie sie sich immer weiter entwickeln und ihr eigenes Leben entdecken, wie auch sie wieder Leben weitergeben durch ihre eigenen Kinder, aber auch dem was sie tun. Und auch ich darf mich immer weiter entwickeln! Ich habe es nicht gemacht dieses Leben - und trotzdem darf ich daran teilhaben!!!

Wie heißt es in einem bekannten Kirchenlied: "Ich bin nur Gast auf Erden..."

Ja ich bin "nur" Gast auf Erden und doch so wundervoll geschaffen und einzigartig!

Die Sommersonnenwende erinnert mich an diesen Kreislauf des Werden und Vergehens. Daran, wie klein ich doch bin auf diesem Planeten und seinem wundervoll funktionierendem Sonnensystem.

"Gesegnet ist der Tag und die Nacht, die Sonne und der Mond, die Sterne und ihre Lichtjahre. Gesegnet ist das Werden und Vergehen, das Leben und das Sterben. Und gesegnet bist Du, in all dieses Geschehen hineinwachsen zu dürfen und Dich in Demut zu erfreuen."



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