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Wandlung ein ständiger Prozess


Unser Leben untersteht einem ständigen Wandlungsprozess, ob wir das wollen oder nicht. Seit der Verschmelzung von Ei und Samenzelle sind wir einem ständigen Wandlungsprozess unterworfen, bis wir unseren letzten Atemzug aushauchen. Und selbst dann, ist dieser Prozess noch nicht ganz zu Ende.


Nehmen wir das Beispiel eines Weizenkornes. Das Weizenkorn kommt in die Erde, daraus wird eine Pflanze, eine Weizenähre. Das Korn aus der Ähre wird geerntet und in der Mühle zu Mehl gemahlen. Dieses Mehl wird zu Brot verbacken, welches der Mensch als Nahrung dann wieder aufnimmt und wieder ausscheidet. Für uns alle ein ganz selbstverständlicher Vorgang. Ein Kreislauf des Lebens!


Ich persönlich empfinde es schön und ermutigend, dass Wandlung für mich als Person, immer wieder möglich ist. Ob in der Natur mit unseren vier Jahreszeiten, oder aber auch als Mensch. Wenn ich spüre eine bestimmte Richtung in meinem Leben bringt mich nicht mehr weiter muß ich einen anderen Weg einschlagen. Wenn ich wahrnehme, dass in meinem Leben sich etwas verändern muß, weil ich sonst stecken bleibe, krank werde, blockiert bin....etc.

Ich denke hier findet sich sicher jede*r von uns mit eigenen Lebenserfahrungen.


Inspiriert von dem Buch Eucharistie von Gottfried Bachl hängt nun dieses Schild der "Transsubstantiationskiste" an unserem Komposter.

Hier geben wir unseren Grasschnitt, Äste, ungekochte Küchenabfälle wie Apfelschalen, manchmal auch tote Vögel und einiges mehr hinein. Was passiert, wissen Sie liebe Leser*in selbst. Alles wird verwandelt! Alles wird zu guter nährstoffreicher Erde verarbeitet und im Frühjahr schließlich wieder der Natur in unserem Garten zurückgeführt. Mit dieser Erde verhelfen wir wieder unseren Pflanzen zu neuem Wachstum und diese ernähren wiederum uns. Ein Kreislauf des Lebens! Immer wieder neu ein Wunder!


Beim Thema Tod, fällt es uns dagegen sehr schwer uns auf diese Transformation einzulassen. Was ja auch verständlich ist, denn wir sind Menschen mit Gefühlen und Bindungen an andere Menschen die wir lieb gewonnen haben.


Und trotzdem tröstet es mich, zu sehen, das wir alle in einem ewigen Kreis aufgehoben sind!

Und mehr noch, im Glauben an einen G*tt, im Glauben an Jesus Christus, der uns das Abendmahl als ein Vermächtnis der Liebe weitergegeben hat, aus dem ich gestärkt hervorgehen, und - darauf vertraue ich, mich selbst immer mehr auf eine Wandlung einlassen darf.

Gestärkt durch dieses Brot, das selbst einem Wandlungsprozess durchlaufen hat, gestärkt durch die Gemeinschaft mit Jesus Christus und allen Teilhabenden, dürfen wir uns immer wieder neu auf einen Wandlungsprozess einlassen. Einen Wandlungsprozess dem wir ganzheitlich unterstellt sind.

So gesehen gefällt mir die Vorstellung unseres Kompostes als Transsubstantiationskiste. Denn hier lässt sich dieser Wandlungsprozess des LEBENS, aber auch des geistlichen LEBENS ganz einfach erklären und verstehen.


Was uns bleibt ist, mit unserem Schmerz umgehen zu lernen. Das ist eine eigene nicht immer ganz einfache Sache, die auch wieder ihrem ganz eigenen Prozess unterstellt ist. Einem Trauerprozess, der Zeit und Geduld benötigt!

Dazu ein paar Gedanken von mir im vorausgegangen Blog zum Thema Schmerz.

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